Samstag, 28. März 2015

Pastafaritum, evolutionärer Humanismus und der Sinn des Lebens

Passt das zusammen?
Teilen das Pastafaritum und der evolutionäre Humanismus gemeinsame Werte?
Und falls ja, lässt sich daraus ein Lebenssinn ableiten?
Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland steht hinter den allgemeinen Menschenrechten und den Werten des evolutionären Humanismus.
Was sind das für Werte?

Es sind die Werte der Aufklärung (Erkentnissgewinn durch wissenschaftliche Methodik), kritische Rationalität, völlige Selbstbestimmung, Freiheit, Unverletzlichkeit der Würde des Menschen in allen Bereichen, soziale Gerechtigkeit, Gleichheit ALLER Menschen und Toleranz.
Wenn wir Pastafaris uns vor dem Hintergrund dieser Werte die acht "Am Liebsten Wäre Mir's" im Evangelium des FSM durchlesen, werden wir feststellen, dass wir die gleichen Werte vertreten!
Was wir grundsätzlich ablehnen sind diskriminierende Ideologien, wie z.B. Rassismus, Sexismus, Ethnozentrismus, Speziesismus und sozialdarwinistische oder eugenische Konzepte.
Das Pastafaritum und der evolutionäre Humanismus passen nahezu perfekt zusammen!
Sehr wichtig ist es auch, zu erwähnen, dass es sowohl im Pastafaritum als auch im evolutionären Humanismus keine starren Dogmen gibt, sondern lediglich Vorschläge und Anregungen.
Das ist aus dem Grunde wichtig, als dass dadurch die Verantwortung für unser Leben, die Konsequenzen unseres individuellen Handelns und die Entscheidung, welche ethischen Werte wir vertreten, ganz und ausschließlich beim Individuum liegen.
Wie wir sehen, ist die.Schnittmenge von Pastafaritum und evolutionären Humanismus sehr groß.
Und wie.verhält es sich mit dem Sinn des Lebens?
GIBT es überhaupt einen Lebenssinn der a priori existiert?
Nein! Den gibt es ganz eindeutig nicht!
Wir selbst als Individuen sind in der Verantwortung, uns.und unserem Leben.einen Sinn zu geben!
Nochmal, weil es wichtig ist: es gibt keine bereits existierenden ethischen Werte welche wir nur noch anzunehmen (oder abzulehnen) brauchen noch gibt es einen "fertigen" Lebenssinn.
Wir, als einzelne, ERSCHAFFEN die ethischen Werte, welchen wir freiwillig folgen, und geben.uns selbst einen Lebenssinn! (und der ist nicht "42"! )
Und worin könnze der Sinn des Lebens sinnvoller Weise bestehen?
Ich möchte kurz Michael Schmidt-Salmon zu Wort kommen lassen.l
Michael Schmidt-Salomon schreibt am Anfang von Punkt zehn der zehn Angebote des evolutionären Humanismus:
"Stelle dein Leben in den Dienst einer „größeren Sache“, werde Teil der Tradition derer, die die Welt zu einem besseren, lebenswerteren Ort machen woll(t)en! Eine solche Haltung ist nicht nur ethisch vernünftig, sondern auch das beste Rezept für eine sinnerfüllte Existenz. "
Es ist noch garnicht so lange her, da war ich noch davon überzeugt, dass Altruismus eine anerzogene Verhaltensweise ist. Der Mensch kommt als blankes Blatt Papier auf die Welt und wird durch das Leben beschrieben.
Das hat sich.geändert! Ich habe aus eigener Erfahrung mit anderen Menschen gelernt, dass auch das übelste Arschloch altruistische Züge aufweist. Ich denke heute, das Altruismus ein jedem Menschen zugehöriges Wesensmerkmal ist. (anders als.bei den ethischen Werten, die wir bewusst frei erschaffen) Steine sind hart, die.Sonne ist heiß, Bäume haben Zweige und der Mensch ist altruistisch!
Bei manchen verkümmert der Altruismus im Laufe der Zeit. Andere wiederum haben sich wieder auf ihre Ressourcen besonnen und kultivieren sie ganz bewusst, wie Humanisten und Naturalisten.
Und genau dadurch geben wir unserem Leben Sinn.
Altruismus ist der selbstloseste Egoismus, den ich kenne!
Da wir Teil der Natur sind und nicht von ihr getrennt, sind wir mit allem mehr oder weniger verbunden. Wenn wir also anderen helfen, helfen wir eigentlich auch uns.
Das ist das Ideal, und ich strebe jeden Tag danach, es zu leben!
Mit dem Humanismus ists's bei mir so, wie mit einigen anderen Sachen meines Lebens. Ich tendiere zu Extremen (im positiven Sinn!) und verabschäue das Mittelmaß!
In Bezug auf das Pastafaritum und den Humanismus bedeutet das für mich:
Entweder ganz, oder garnicht!
Entweder lasse ich die humanistischen Werte, Fähigkeiten und Eigenschaften sich ungehindert und vollkommen kompromisslos in meinem Leben entfalten, oder ich lasse es von Anfang an gleich ganz bleiben!
Kein Status quo, kein Mittelmaß. Keine Orientierung an der breiten Masse höriger Schafe. Ganz oder garnicht.
Ich glaube, es ist diese meine Einstellung, welche Unverständnis in mir hervorruft wenn ich lese, wie moderat und nett angepasst einige Humanisten argumentieren.
Ganz oder garnicht. Ich stehe voll und ganz zu meiner Herangehensweise an den Humanismus!
Ich werde keinen Schritt zurückweichen, und ich werde keine Kompromisse eingehen!
Für jeden Schritt, den ich zurückgeworfen werde, gehe ich zwei nach vorne!
Punkt 10 der zehn Angebote:
" Stelle dein Leben in den Dienst einer „größeren Sache“, werde Teil der Tradition derer, die die Welt zu einem besseren, lebenswerteren Ort machen woll(t)en! Eine solche Haltung ist nicht nur ethisch vernünftig, sondern auch das beste Rezept für eine sinnerfüllte Existenz. Es scheint so, dass Altruisten die cleveren Egoisten sind, da die größte Er füllung unseres Eigennutzes in seiner Aus dehnung auf Andere liegt. Wenn du dich selber als Kraft im „Wärmestrom der menschlichen Geschichte“ verorten kannst, wird dich das glücklicher machen, als es jeder erdenkliche Besitz könnte. Du wirst intuitiv spüren, dass du nicht umsonst lebst und auch nicht umsonst gelebt haben wirst."
Möge das Floegejde Spaghettimonster uns alle mit seinen nudeligen Anhängseln berühren und uns die Kraft geben, diese Ideale zu leben!
Arrrgh!
RAmen

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